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Die Kellnerin

Sie steht morgens früh auf und macht Sport. Sie geht in sich, bevor sie frühstückt. Sie duscht und putzt sich die Zähne. Noch bevor das Morgenlicht den Tag erhellt, geht sie zur Arbeit. Wenn sie dort ankommt erlischen die wenigen Straßenlaternen. Die weiße Schürze hängt schlaff in ihrem Spind. So schlaff wie die Kunden die sie jeden Morgen bedienen muss. „Na wenigstens klatschen sie mir dann nicht auf den Arsch.“ denkt sie für sich. Sie wäscht sich die Hände bevor sie serviert.

Bevor sie geht wäscht sie sich erneut die Hände. Wenn sie zu Hause ankommt geht sie duschen. Sie wäscht den Tag von sich ab. Es gibt nichts, was ihre Seele berührt, alles rinnt an ihr herab, wie ein Film aus Wasser. Das klare warme Wasser nimmt alles mit sich. Sie spielt mit dem Gedanken, ein neues Leben zu beginnen oder wenigstens ihren Arbeitsplatz zu wechseln. Vielleicht in dem neuen Nachtclub, der vor ein paar Wochen in der Innenstadt eröffnet hatte. Wenigstens etwas bessere Musik, als in dem kleinen schäbigen Restaurant. Es war mehr eine Bar. Nur Leute die zu betrunken sind um noch zu fahren, die es aber dennoch tun, sind meistens dort. Auch wenn sie einsehen, dass es besser ist nicht mehr zu fahren, wollen sie nur ficken.

Das alles wird sich nicht ändern, aber ich werde besser verdienen, dachte sie. Sie stellte das Wasser ab und trat aus der Dusche. Sie ging hinaus auf den Balkon nur mit einem schneeweißen Handtuch bedeckt. Es war kalt und sie konnte ihren Atem sehen. Die Straße unter ihr war belebt. Einige Mensch sahen zu ihr herauf, wanden den Blick aber schnell wieder ab, nur die Blicke einiger Männer blieben länger an ihr hängen. Sie lächelte ihnen jedes Mal zu. Als sie fröstelte ging sie ins Wohnzimmer. Ihre Gedanken drehten sich. Sie beschloss auszugehen um sich abzulenken. Sie schminkte sich leicht und zog einen Rock mit passendem Oberteil an.

Auf dem Weg zum neuen Nachtclub warfen ihr einige Männer lüsterne Blicke nach. Es störte sie nicht weiter. Einer von ihnen näherte sich ihr von hinten. Er versuchte sie zu betatschen, doch sie schlug seine Hand fort. Er schien zu verstehen und verschwand. In der Ferne hörte man Donner grollen. Sie hoffte, dass es nicht regnen würde. Nass wollte sie nicht tanzen. Sie hatte Glück, gerade als sie den Club betreten hatte brach der Himmel auf und Regentropfen, die wie dicke Fäden schienen schlugen hart auf dem Boden auf. Ein wahres Unwetter. Sie sah Blitze zucken, den Donner hörte sie nicht, dazu war die Musik zu laut. Die Blitze machten den blinkenden Lichtern im Club alle Ehre. Sie erleuchteten den Nachthimmel. Die Blitze wurden von schweren Donnern begleitet, die hämmerten, wie ein schwerer Bass. Menschen außerhalb des Clubs, die durch den stömenden Regen eilten erschraken jedes Mal, wenn der Donner die Tanzfläche der unzähligen Regentropfen erzittern ließ.

Ihr Blick glitt über die Tanzfläche, die gut gefüllt war. Auf Podesten und an Stangen tanzen Go-Go’s. Es war eindeutig ein Laden, der Männern gefallen sollte, aber er war nicht schmierig. Sie setzte sich an die Bar, bestelle einen Whisky und trank ihn zügig aus. Der Alkohol wäre niemals stark genug gewesen um sie vergessen zu lassen, aber er beruhigte sie etwas. Sie setzte ihre vergiftende Selbstberuhigung mit drei weiteren Gläsern Whisky fort. Der Alkohol vergiftete viel weniger ihren Körper, als ihre Gedanken. Ihre Gedanken drehten sich erneut, der Raum tat es nicht.

So ein Laden braucht immer jemanden und sei es nur eine Aushilfe dachte sie. Sie wollte etwas Abwechslung, also fragte sie den Barkeeper. Sie konnte sofort anfangen. Der Chef schien ganz in Ordnung und der Barkeeper gab auf die Mädchen acht, die dort arbeiteten. Sie versprach am nächsten Tag wiederzukommen.

Sie kündigte ihre alte Arbeit und ging leichten Schrittes nach Hause. Sie genoss den Tag und wartete auf die Dunkelheit und ihren Arbeitsbeginn. Bevor sie zur Arbeit ging duschte sie nochmals. Sie schminkte sich stärker als sonst, aber ohne, dass es übertrieben aussah. Der Rock war auch kürzer als sonst, das Top hatte ein einladendes Dekollete, dass wusste sie und es gefiel ihr, dazu das Paar schwarzer Lackstiefel, die sie sonst nur sehr selten trug. Dem Chef und dem Barkeeper gefiel ihr Outfit. Die geifernden Männer, waren nur etwas anders als die Männer in der Bar, aber wenigstens versuchte niemand mehr sie zu betatschen. Alle hatten Respekt vor dem Barkeeper.

Jetzt steht sie auf wann immer sie Lust hat, macht etwas Sport. Sie geht in sich während sie duscht. Das Wasser wäscht den Schlaf weg. Nur Fetzen der vergangenen Nacht sind zu ihrer Seele vorgedrungen. Den Rest wäscht sie wie immer fort. Leicht bekleidet steht sie nach jeder Dusche auf dem Balkon. Sie blickt auf die Straße unter sich. Menschen sehen zu ihr herauf. Sie lächelt jeden an. In der Dunkelheit geht sie zur Arbeit - Männer sehen ihr nach, manche von ihnen folgen ihr. Noch bevor die Nacht endet geht sie. Sie betritt den Hausflur, wenn der schützende Mantel der Dunkelheit über ihr zerreißt. Sie duscht und spült alles fort. Ihre Gedanken fließen mit dem Wasser den Abfluss hinunter.


Sebastian G. alias endlessmind 31.03.2006 (geschrieben 13.03.2006)




Bitte fragen, falls jemand diesen Text verwenden möchte. Danke!!!



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